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Suchen & Retten // USAR

Such- und Rettungseinsätze sind die erste Maßnahme der humanitären Hilfe nach Katastrophen, wie zum Beispiel Erdbeben. In kürzester Zeit nach Eintritt einer Katastrophe sind die Helfer von @fire unterwegs, um den Betroffenen vor Ort schnell zu helfen. Bei der Rettung Verschütteter ist jede gewonnene Minute wertvoll!

Der Schwerpunkt liegt hier besonders darin, Verschüttete in den Trümmern zu lokalisieren, sie zu retten und medizinisch zu versorgen. Hierzu hält @fire spezielle Ausrüstung bereit, die von Ortungsgerätschaften über Bergungsgeräte bis hin zu medizinischer Ausrüstung reicht. Unsere Helfer sind Spezialisten im Suchen und Retten von Verschütteten sowie der medizinischen Notversorgung. Unterstützt werden sie bei den Rettungsarbeiten durch speziell ausgebildete Suchhunde, welche mit ihrer feinen Nase wertvolle Hilfe leisten.

USAR = Urban Search and Rescue (englisch für "Suchen und Retten in bewohnten Gebieten")

@fire-Erkundungsmission auf der Insel Cebu: Infrastruktur schwer angeschlagen

Das @fire-Team auf den Philippinen ist von der ersten Erkundungsmission im Bereich Medellin im Norden von Cebu und der Nachbarinsel Bantayan zurück gekehrt. „Die Infrastruktur ist größtenteils zerstört. Die Stromversorgung ist zusammengebrochen und die Menschen haben keine Trinkwasserversorgung“, berichtet Simon Friz aus dem @fire-Erkundungsteam. „Erste Hilfslieferungen erreichen die Bevölkerung im Norden von Cebu und die notwendigste Versorgung scheint anzulaufen“, so Friz weiter. Die medizinische Grundversorgung sei durch örtliche Hilfskräfte und internationale Hilfe bereits gesichert.

Nach einer Lagebesprechung mit der UN wird im Norden von Cebu vermutlich kein zusätzliches Hilfsteam zur medizinischen Versorgung mehr benötigt. Hauptaugenmerk für Cebu ist die kurzfristige Wiederherstellung der Strom- und Wasserversorgung sowie die Unterbringung der Menschen in Zelten oder Notunterkünften bis zum Wiederaufbau der Häuser.

Das @fire-Erkundungsteam steht in Kontakt mit der Einsatzleitung des Technischen Hilfswerks in Cebu und I.S.A.R. Germany in Tacloban, um die weiteren Maßnahmen abzustimmen. In der abendlichen Lagebesprechung mit der UN wird entschieden, welchen Einsatzauftrag das @fire-Team in den nächsten Tagen erhält.

In Deutschland stehen weiterhin weitere @fire-Kräfte für einen sofortigen Hilfseinsatz bereit. Die Katastrophenschutzexperten warten auf eine konkrete Anforderung des Erkundungsteams oder der Einsatzleitung der UN vor Ort, um wirklich effektiv und sinnvoll helfen zu können. Der @fire-Führungsstab steht ständig mit Partnerorganisationen und möglichen Sponsoren in Kontakt, um im Einsatzfall schnell mit den richtigen Mitteln aufbrechen zu können.

Taifun auf den Philippinen: @fire startet Erkundungsmission in Cebu

Das @fire-Erkundungsteam ist in nach langem Flug am Mittwoch in Manila angekommen und dort gleich in das nächste Flugzeug nach Cebu gestiegen. Am Mactan International Airport auf der Insel angekommen, hat sich das Team mit Uwe Polakowsky getroffen, einem Osnabrücker, der vor zwei Jahren nach Cebu ausgewandert ist und über Facebook Kontakt mit der deutschen Hilfsorganisation aufgenommen hatte.

Das dreiköpfige @fire-Team wird sich am Donnerstagmorgen auf eine Erkundungsmission im Auftrag der UNO in den nördlichen Teil der Insel begeben. Dort sollen die Katastrophenhelfer festzustellen, welche Art von Hilfe dort von Nöten ist. Der @fire-Führungsstab in Deutschland steht mit Satellitentelefon, Mobiltelefon und Skype mit dem Erkundungsteam in Verbindung. Darüber hinaus führt das Team einen GPS-Sender mit Notruffunktion mit.

Von Deutschland aus bereitet die Hilfsorganisation bereits den Einsatz eines @fire-Teams vor, um im Netzwerk der Vereinten Nationen die medizinische Versorgung in der Katastrophenregion zu unterstützen. Dazu steht der Führungsstab auch mit weiteren deutschen Hilfsorganisationen im engen Kontakt, um den knapp 9,5 Million betroffenen Menschen bestmöglich helfen zu können. „Mehr als 600.000 Personen sind derzeit obdachlos. Internationale Hilfe bei der Versorgung wird dringend benötigt“, so @fire-Vorsitzender Jan Südmersen.

Sollte nicht nur medizinische Hilfe erforderlich sein, sondern auch Material und andere Hilfsgüter werden diese aufgelistet und an den @fire-Führungsstab geschickt. Dessen Aufgabe ist es dann Sponsoren und Spender für das angeforderte Material zu finden und den Transport zu organisieren.

Taifun Haiyan: @fire entsendet Erkundungsteam

Ein @fire-Vorausteam ist am Dienstagmorgen in Richtung Philippinen aufgebrochen, um einen Einsatz weiterer @fire-Kräfte vorzubereiten. Knapp 9,5 Million Personen sind von den verheerenden Auswirkungen des tropischen Wirbelsturms Haiyan betroffen. Die philippinischen Behörden rechnen mit tausenden Toten - Mehr als 600.000 Personen sind derzeit obdachlos. Internationale Hilfe bei der medizinischen Versorgung wird dringend benötigt.

Weiterlesen: Taifun Haiyan: @fire entsendet Erkundungsteam

@fire übt die Koordinierung humanitärer Hilfe

Zwei Mitglieder von @fire haben Anfang Juli in Österreich an einem Stabsunterstützungskurs der INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group) unter dem Dach der Vereinten Nationen teilgenommen.

Dort wurde die Koordinierung humanitärer Hilfe nach einem schweren Erdbeben in einem sogenannten OSOCC (On-Site Operations Coordination Center / Vor-Ort-Einsatz-Koordinierungszentrum) geübt. Das OSOCC ist ein Stab, der bei schweren Katastrophen vor Ort im betreffenden Land von den Vereinten Nationen eingerichtet wird, um im Abstimmung mit den lokalen Behörden die internationale Hilfe zu lenken. @fire muss als Such- und Rettungsteam gemäß den INSARAG-Richtlinien in der Lage sein, als ersteintreffende Hilfsorganisation in einem Katastrophengebiet einen solchen Stab übergangsweise einzurichten und zu betreiben. Mit der Teilnahme an diesem Training auf dem steiermärkischen Truppenübungsplatz Seetaler Alpe, an dem rund 25 Teilnehmer aus aller Welt teilnahmen, bereitet sich @fire auf diese Verantwortung vor.

Fit für den Auslandseinsatz: @fire übt den Ernstfall

Nach monatelangen Vorbereitungen war es am vorletzten Juliwochenende soweit: @fire hielt im Osnabrücker Raum eine drei Tage währende USAR-Übung (Urban Search and Rescue) ab, an der auch Gäste aus Thailand und Irland teilnahmen.

Simuliert wurde dabei ein kompletter Auslandseinsatz nach einem starken Erdbeben. Die gesamte benötigte Ausrüstung wurde aufgeladen und in das fiktive Zielland gebracht. Dabei galt es auch, Zoll- und Grenzkontrollen zu passieren. Während die ersten Einsätze bewältigt wurden, bauten weitere Kräfte die so genannte „Base of Operations“ (eine Art Basislager) sowie den Führungsstab auf, um alle Maßnahmen koordinieren zu können.

Auf einem Trümmergelände in Wettringen sowie der Westfalenhütte in Dortmund wurden die Fähigkeiten der Teams gefordert. Aufgabe der Teams war es, die Situation vor Ort zu erkunden und einzuschätzen sowie verschüttete Bewohner mit Hunden und technischen Ortungsgeräten zu finden. Anschließend mussten die Vermissten durch die Teams gerettet und auch medizinisch versorgt werden. Hierbei wurde erstmals eine “Medical Field Unit” in Betrieb genommen, in der bis zu sieben Schwerverletzte parallel versorgt werden können.

Die Übung diente auch Vorbereitung für eine Klassifizierung durch die Vereinten Nationen. @fire ist eine von drei deutschen Organisationen, welche Mitglieder der INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group) unter dem Dach der Vereinten Nationen sind und sich somit zur Einhaltung strenger Qualitätsrichtlinien verpflichtet haben.

gemeinsame Übung mit österreichischen Such- und Rettungsspezialisten

Bei einer gemeinsamen Ausbildung Anfang April übten die süddeutschen Mitglieder von @fire gemeinsam mit Kollegen der österreichischen Such- und Rettungseinheit SARUV. Schwerpunkt des Kurses war das Errichten verschiedener Arten von Abstützungen, welche dem sicheren Vorgehen beim Suchen und Retten von Verschütteten dienen. Hierbei werden geschwächte Gebäudeteile und Trümmerstrukturen gesichert und somit die Gefahr eines (weiteren) Einsturzes, zum Beispiel durch Nachbeben, reduziert.

Der Austausch und das gemeinsame Üben mit anderen Rettungseinheiten, wie SARUV, ist ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Hilfe, da die Retter auch in Katastrophengebieten vor Ort eng zusammenarbeiten.