at-fire

Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

USAR-Lehrgang in Baden-Württemberg

USAR BW

Am vergangenen Wochenende fand im baden-württembergischen Breithülen ein Search and Rescue Lehrgang mit über 25 Teilnehmern statt. Neben langjährigen Mitgliedern nahmen auch viele Neumitglieder die Möglichkeit wahr, sich auf diesem speziellen Gebiet aus- und weiterbilden zu lassen.

Nach einer Wiederholung der Grundlagen und Voraussetzungen für einen solchen Einsatz am Freitagabend, begann der Samstag früh mit einem Marsch in das virtuelle Einsatzland „Schwäbisch Kongo“. Dort angekommen teilten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen auf. Während sich die unerfahrenen Teammitglieder die einzelnen Einsatzgerätschaften und deren Einsatzmöglichkeiten genauer anschauten, erkundeten die restlichen Teammitglieder die Einsatzstelle und verlegten die benötigten Einsatzmittel an einen Bereitstellungsplatz. Nachdem die Vermisstensuche mit Suchhunden und speziellem technischem Gerät durchgeführt und eine Person gefunden wurde, begann die Rettung des Vermissten.

Mit verschiedenen Brech- und Bohrmaschinen wurden Durchbrüche in Wänden erzeugt, instabile Decken mit Holz abgestützt und mit Hebekissen und Mehrzweckzügen tonnenschwere Betonplatten bewegt. Bis tief in die Nacht wurde in mehreren Schichten und unter enormen Anstrengungen der Teilnehmer an der Rettung der Person gearbeitet. Erst als die Person aus den Trümmern befreit war, konnte das Team etwas aufatmen. Nun galt es nur noch den Geretteten mit einer Trage über die Trümmer zurück ins Basislager zu tragen. Nach der Reinigung der Gerätschaften konnten alle Teilnehmer erschöpft aber glücklich in ihren Feldbetten zu Ruhe kommen.

Ein ereignisreiches und anstrengendes Wochenende ging damit zu Ende. Jedes Mitglied konnte wieder neue Erkenntnisse gewinnen und vieles lernen.

Firecamp in Lampferding

Firecamp

Vom 4. bis zum 6. August veranstaltete @fire erneut ein Firecamp in Lampferding, um neue Mitglieder für den Einsatz in der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung auszubilden. Unter den 12 Teilnehmern waren auch die im Frühjahr frisch ausgebildeten Squad Bosse, vergleichbar dem Staffelführer in einer Feuerwehr, welche in ihrer Rolle als Führungskräfte wertvolle Erfahrungen sammeln und ihr Wissen in die Ausbildung der neuen Mitglieder mit einbringen konnten. Das Wochenende war mit vielen Inhalten gefüllt und verlangte den Teilnehmern einiges ab. Bereits am Anreisetag wurde ein Fitnesstest, der sog. Packtest, abgelegt. Bei sommerlichen Temperaturen wurden die Teilnehmer den gesamten Samstag hinweg in Theorie und überwiegend praktischer Ausbildung in diversen Themen geschult. Neben dem richtigen Umgang mit der Schutzausrüstung, wie dem Fire Shelter, wurde der Schwerpunkt auf die Brandbekämpfung mit unterschiedlichen Handwerkzeugen und Löschrucksäcken gelegt. Der Höhepunkt war die Ausbildung am echten Feuer, wo unteranderem der Einfluss von Wind und Gelände auf das Brandverhalten beobachtet werden und die Teilnehmer auch unterschiedliche Techniken der Brandbekämpfung üben konnten.

Am letzten Tag wurde der Schwerpunkt auf die Handhabung von wasserführenden Armaturen, Strahlrohren und Schläuchen gelegt. Die Teilnehmer übten u.a. das Schlauchmanagement mit C- und D-Druckschläuchen und erlernten die bei @fire gängigen Verlegetechniken. Am Ende konnten alle Teilnehmer auf ein ereignisreiches Wochenende zurückblicken und fünf Mitglieder konnten ihre Grundausbildung im Bereich der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung abschließen.

Einsatzteam in Primošten angekommen

Einsatzteam Kroatien 2017

Unser Einsatzteam ist am Mittwochabend gut in Primošten angekommen. Nach einem Austausch über das Kroatische Feuerwehrwesen und die stationierten Fahrzeuge (ein 15 Jahre altes TLF und ein neues GTLF) konnten unsere Helfer dann am Donnerstag die Wachschicht der Feuerwehr personell unterstützen und damit die Personalstärke verdoppeln. Wegen der hohen Einsatzbelastung der letzten Tage sind die Feuerwehrkräfte über jede helfende Hand dankbar. Trotz des anspruchsvollen Bewuchses mit Olivenbäumen, Pinien, Macchien und trockenem Gras, lodern im Zuständigkeitsbereich der Feuerwehr derzeit keine Brände.

Als Gastgeschenk konnten wir 15 C-Schläuche übergeben. Produktive Gespräche konnten auch mit dem Leiter der BF Zagreb, Sinisa Jembrih, geführt werden.

Wir sind froh, mit den Kroaten arbeiten zu dürfen und freuen uns, dass sie uns an ihren Erfahrungen in der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung teilhaben lassen. Danke auch für die Unterstützung an Bäuerle Ambulanz (MHW Medizinisches Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e.V.) und GOLLMER & HUMMEL GMBH.

@fire entsendet Waldbrand-Spezialisten nach Kroatien

Einsatzteam Kroatien 2017

Osnabrück/Augsburg/Kieselbronn/Magdeburg/Eiselfing. An der kroatischen Adriaküste wüten seit dem Wochenende verheerende Waldbrände - insbesondere Rund um Split, zweitgrößte Stadt Kroatiens. Auch in Bosnien-Herzegowina und Montenegro steht der Wald in Flammen. Seit Mitte Mai ist an der östlichen Adriaküste kein nennenswerter Niederschlag mehr gefallen. Mehrere Fernverkehrsstraßen und eine Bahnstrecke sind wegen der Flammen gesperrt. Mindestens 120 Hektar Kiefernwald und Buschwerk wurden nach Angaben der Behörden bereits vernichtet. Heftiger Wind behindert die Löscharbeiten.

Insgesamt wurden nach Angaben der Tagesschau den zweiten Tag in Folge mehrere Dutzend Waldbrände in der Gegend um Split gezählt. Mehrere Häuser gerieten bereits in Brand. Rund 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz gegen die Flammen. Unterstützung erhielten sie von mehr als hundert Soldaten sowie Löschflugzeugen.

Auf Bitten des Feuerwehr-Kommandanten der Stadt Primošten nordwestlich von Split hat die deutsche Hilfsorganisation „@fire“ ein Team mit Waldbrand-Spezialisten entsendet.

Weiterlesen: @fire entsendet Waldbrand-Spezialisten nach Kroatien

Wipfelfeuer 2017: Feuer im Odenwald!

Wipfelfeuer 2017

Bei bestem Waldbrandwetter fand am 24.06.2017 das von @fire internationaler Katastrophenschutz e.V. durchgeführte Fachsymposium „Wipfelfeuer“ in Schönau statt. Dies war bereits die neunte Ausgabe der führenden Fachveranstaltung zum Thema Wald- und Flächenbrandbekämpfung im deutschsprachigen Feuerwehrwesen.

Die Organisation lag bei unserem Team 3-81 „Baden-Württemberg“, und mit der Feuerwehr Schönau (Rhein-Neckar-Kreis) hatten wir einen sehr leistungsfähigen und motivierten Partner, der die Durchführung überhaupt ermöglichte. An dieser Stelle ein besonders herzliches Dankeschön nach Schönau!

180 Teilnehmer und Gäste, begleitet von 25 Ausstellern, erlebten einen rundum gelungenen Tag. Krankheits- bzw. Einsatzbedingt wurden kurzfristig zwei Referenten verpflichtet. Themen waren unter anderen die Ausbildung zur Wald- und Flächenbrandbekämpfung, die Möglichkeiten der Bundeswehr zur Brandbekämpfung aus der Luft und der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand zur Vegetationsbrandbekämpfung in Sibirien.

Weiterlesen: Wipfelfeuer 2017: Feuer im Odenwald!

Abschluss Einsatz Portugal

Portugal

Unser Erkunderteam ist am Sonntag wohlbehalten zuhause angekommen. Es konnten viele Eindrücke gewonnen, viele Gespräche geführt, bestehende Kontakte gepflegt, und neue Kontakte gewonnen werden.

Ein Großteil des Freitags wurde in einem Treffen mit dem Director National de Bombeiros Portugals, verbracht, in dem Einzelheiten der Geschehnisse geschildert wurden. Samstag, den 1.7. verbrachten unsere drei Mitglieder im Feld und machten sich ein Bild vor Ort:

  • Besuch des Ortes Pedrogao Grande auf Einladung des Kommandanten, Gespräche mit betroffenen Einwohnern
  • Besuch des Ortes Nodeirinho, auch hier Gespräche mit Bewohnern

Für @fire wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die in unsere Organisation einfliessen werden.

Wir bedanken uns sehr herzlich für die Unterstützung vor Ort und die Herzlichkeit, die uns trotz der Ereignisse entgegengebracht wurde. Unsere Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen der Verstorbenen, und den Geschädigten, dass ihr Leben möglichst schnell in normale Bahnen kommen möge.

Weiterlesen: Abschluss Einsatz Portugal

Waldbrände in Portugal: @fire-Team sammelt Informationen vor Ort

Portugal

Knapp zwei Wochen nach den katastrophalen Waldbränden in Portugal bereist ein 3köpfiges Team von Führungskräften der Einsatzorganisation @fire in Abstimmung mit den Feuerwehren vor Ort die betroffenen Regionen. Im Vordergrund steht dabei der fachliche Austausch, so sprechen wir mit den Einsatzkräften vor Ort über deren Erlebnisse und Eindrücke. Auch die Lehren und mögliche Konsequenzen nach dem Waldbrand bei Pedregao Grande, der zahlreiche zivile Opfer gefordert hat stehen bei Gesprächen mit Feuerwehrkommandanten und Einsatzleitern auf dem Programm.

Wir werden über den weiteren Verlauf diesen Einsatzes berichten.