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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Helikopterkurs in Zermatt

Helikoptertraining

Stephan Dolder, Vorstandsmitglied @fire Schweiz, hat wieder zwei Kurse "Umgang mit Hubschrauber" bei der Air Zermatt in Zermatt organisiert. Der erste Tag als Grundkurs wurde von 10 Mitglieder @fire besucht. 8 Mitglieder @fire Schweiz und 4 Mitglieder aus Teams in Deutschland. Im Grundkurs wurde in einer Theorie der Umgang mit dem Hubschrauber theoretisch beleuchtet.

Danach wurde im Hangar die Beladung der Hubschraubers mit Material und die Beladung der Unterlast praktisch geübt. Nach einer kurzen Besichtigung des Rettungshubschraubers und dem „montieren“ der Klettersicherung wurden wir ins Übungsgebiet vom Nachmittag geflogen. Das Übungsgebiet befand sich am Fuße des Gornergletschers im felsigen Gebiet. Nach dem Lunch wurden die praktische Übungen - schwebend Ein- und Aussteigen in schwierigem Gelände - geübt. Dies jeweils mit spektakulären Kurzflügen quer übers Tal durch den Pilot Daniel Aufdenblatten, der im Himalaya die höchste je durchgeführte Hochalpinrettung auf 7000 Meter über Meer mit dem Hubschrauber gemacht hat. Anschliessend wurden Longlineflüge zu zweit gemacht. Als krönender Abschluss des Tages gab es dann den Flug zur Monte-Rosa Hütte mit Zwischenstopp auf dem Gornergletscher. Natürlich unten am Hubschrauber hängend zu viert an der Longline. Von der Monte-Rosa Hütte wurden wir im Hubschrauber zurück auf die Basis geflogen.

Am zweiten Tag fand der Weiterbildungskurs mit 8 Teilnehmer von @fire statt. Dabei waren 7 Mitglieder @fire Schweiz und ein Mitglied aus Deutschland. Nach einer Wissensüberprüfung ging es direkt in den Hangar zur Beladung Unterlast und anschließend erhielten wir eine Theorie zu Reko- und Suchflügen. Dies haben wir dann anschließend gleich praktisch geübt. Aufgabe war die Überprüfung zweier Lawinenwarnungsseile vom Hubschrauber aus. Gar nicht so einfach mit Orientierung im Gelände, Orientierung auf der Karte, Kommunikation mit dem Piloten und den Rest des Teams sowie fotografische Dokumentation der Anlage. Nach dem Transfairflug ins Übungsgebiet haben wir das Thema Absturzsicherung in schwierigem Gelände bearbeitet.

Am Nachmittag waren dann noch Ein- und Aussteigen aus dem Hubschrauber schwebend in schwierigem Gelände und die Longline-Flüge angesagt. Die Longlinflüge führten über drei Stationen zum Teil mehrere Hundert Meter ab Grund. Nach dem Rückflug aller Teilnehmer mit einem „größeren“ Umweg und durch die wunderbare Berg- und Gletscherlandschaft erfolgte auf der Basis die Schlussbesprechung und Verteilung der Zertifikate.

Fazit: Zwei tolle Tage in einer wunderschönen Gegend. Dank der kompetenten Ausbilder, Flughelfer und Piloten viel gelernt und unfallfrei geblieben.

Peter Zbinden
Leiter Team 3-91 @fire Schweiz