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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Firecamp in Lampferding

Firecamp

Vom 4. bis zum 6. August veranstaltete @fire erneut ein Firecamp in Lampferding, um neue Mitglieder für den Einsatz in der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung auszubilden. Unter den 12 Teilnehmern waren auch die im Frühjahr frisch ausgebildeten Squad Bosse, vergleichbar dem Staffelführer in einer Feuerwehr, welche in ihrer Rolle als Führungskräfte wertvolle Erfahrungen sammeln und ihr Wissen in die Ausbildung der neuen Mitglieder mit einbringen konnten. Das Wochenende war mit vielen Inhalten gefüllt und verlangte den Teilnehmern einiges ab. Bereits am Anreisetag wurde ein Fitnesstest, der sog. Packtest, abgelegt. Bei sommerlichen Temperaturen wurden die Teilnehmer den gesamten Samstag hinweg in Theorie und überwiegend praktischer Ausbildung in diversen Themen geschult. Neben dem richtigen Umgang mit der Schutzausrüstung, wie dem Fire Shelter, wurde der Schwerpunkt auf die Brandbekämpfung mit unterschiedlichen Handwerkzeugen und Löschrucksäcken gelegt. Der Höhepunkt war die Ausbildung am echten Feuer, wo unteranderem der Einfluss von Wind und Gelände auf das Brandverhalten beobachtet werden und die Teilnehmer auch unterschiedliche Techniken der Brandbekämpfung üben konnten.

Am letzten Tag wurde der Schwerpunkt auf die Handhabung von wasserführenden Armaturen, Strahlrohren und Schläuchen gelegt. Die Teilnehmer übten u.a. das Schlauchmanagement mit C- und D-Druckschläuchen und erlernten die bei @fire gängigen Verlegetechniken. Am Ende konnten alle Teilnehmer auf ein ereignisreiches Wochenende zurückblicken und fünf Mitglieder konnten ihre Grundausbildung im Bereich der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung abschließen.