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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Ausbildung von Führungskräften: Squad-Boss-Lehrgang

Squad-Boss-Lehrgang

Am vorletzten Wochenende im Februar veranstaltete @fire auf dem MHW-Gelände in der Nähe von Rosenheim einen Lehrgang für unsere Führungskräfteanwärter in der Vegetationsbrandbekämpfung, die sogenannten „Squad-Bosse“. Vergleichbar zu einem Staffel- oder Gruppenführer in einer kommunalen Feuerwehr bilden die Squad-Bosse die erste Führungsstufe und führen je nach Auftrag bis zu 5 weitere Einsatzkräfte. Mehrere Squads bilden zusammen eine Handcrew, vergleichbar mit den Löschzügen bei den Feuerwehren.

Bei dem Lehrgang wird ein besonderer Schwerpunkt auf die „Situative Aufmerksamkeit“ gelegt und darauf, wie Gefahren erkannt werden können, da die Teilnehmer künftig auch Verantwortung für ihre Teammitglieder tragen werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag in dem strukturierten Anwenden von Führungsprozessen, Briefings, Sicherheitsregeln und Einsatzgrundsätzen. In simulierten Planübungen am Sandkasten wurde jedem Teilnehmer die Chance gegeben in die Rolle als Führungskraft zu schlüpfen und sein Squad in verschiedenen Szenarien zu führen.

Nach dem erfolgreichen Wochenende und dem Bestehen des Lehrgangs beginnt für die Teilnehmer aber erst die eigentliche Ausbildung zum Squad-Boss, denn diese müssen in den nächsten Jahren ihr Wissen und Können als Trainee bei Übungen, Auslandtrainings und Einsätzen anwenden und mit Führungserfahrung untermauern. Daher wünschen wir dieser Stelle unseren frischgebackenen Squad-Boss-Trainees viel Glück und gutes Gelingen in ihrer neuen Führungsrolle.

Entscheidungsfindung in Situationen mit hohem Risiko

WFF

Bereits beim Eröffnungsvortrag des International Wildland Fire Safety Summit machte Marc Castellnou deutlich: Feuerwehrleute weltweit sind bei weitem nicht bei jedem Vegetationsbrand großer Gefahr ausgesetzt. 98% aller Vegetationsbrände lassen sich mit einfachsten Mitteln, ohne Spezialwissen oder Ausrüstung, löschen. Die Herausforderung besteht jedoch in den verbleibenden 2% der Einsätze. Einsätze, bei denen Feuer größer und intensiver brennen als gewohnt. Einsätze, die Ausbildung und Vorbereitung von Feuerwehrleuten übersteigen können und bei denen es zu schweren Unfällen kommt.

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Firecamp 2016

Firecamp 2016

Zehn @fire Mitglieder aus der Schweiz und Deutschland haben sich am ersten September-Wochenende auf der Basis des Team Bayern (interne Bezeichnung 3-71) in Lampferding zur Ausbildung im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung (Wildland Firefighting = WFF) zusammengefunden.

Es gab gleich mehrere „Feuerproben“, wobei das wörtlich gemeint ist: Nachdem der ehemaliger Teamleiter Irakli West in den Vorstand von @fire aufgerückt ist, hat Marcel Zemmrich als neuer Leiter seine Bewährungsprobe bestanden. Ebenso erging es dem neuen WFF-Ausbildungskonzept von Ausbildungsleiter Alexander Maier. Dieses Konzept soll im gesamten Verein als Leitfaden genutzt werden.

Bei @fire liegt der Fokus der Ausbildung in der Vegetationsbrandbekämpfung bei der Handhabung von Handwerkzeugen, Löschrucksäcken und D-Schlauchmaterial. Die Ausbildung erfolgt in Theorie und Praxis. Jeder Firefighter-Anwärter muss ca. 40 Stunden Zeit in einen Onlinekurs investieren. Dieser Kurs ist komplett in Englisch. Weiterhin erfolgt die praktische Ausbildung im Gelände bei der Bekämpfung von echtem Feuer.

Nach drei Tagen voller Feuer, Schweiß und Kameradschaft haben wir drei weitere, einsatzbereite Mitglieder in unseren Reihen.

Ausbildung Vegetationsbrandbekämpfung bei der Feuerwehr Kieselbronn

Ausbildung Kieselbronn

An zwei Tagen wurde 35 Kameraden der Feuerwehr Kieselbronn durch unserer erfahrenen Ausbilder das Vorgehen bei der Vegetationsbrandbekämpfung in Theorie und Praxis nähergebracht.

Dabei stand besonders die Brandbekämpfung mit Handwerkzeugen und minimalem Wassereinsatz durch den Einsatz von Löschrucksäcken und D-Rohren im Fokus. Auch der Pump-and-Roll-Betrieb mit verschiedenen Fahrzeugen konnte auf einem 2,5 Hektar großen Stoppelfeld mit "echtem" Feuer geübt werden. Dass das Übungsfeuer mit insgesamt nur 1300 Litern Wasser bekämpft werden konnte, zeigt die Effizienz der wassersparenden Taktik im Vergleich zum häufig beobachteten "Ertränken" von Flächenbränden.

Haben Sie auch Interesse an unserer Ausbildung Vegetationsbrandbekämpfung für kommunale Feuerwehren? Informationen erhalten Sie unter at-fire.de/ausbildung oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kommunale Ausbildung in "Einsatzgrundsätze und Taktik in der Vegetationsbrandbekämpfung"

Kommunale Ausbildung

Am 09.08.2016 wurde @fire zum Ausbildungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr Polle (www.feuerwehr-polle.de) im Landkreis Holzminden eingeladen. Ein Referent von @fire hielt dazu Unterricht zum Thema "Einsatzgrundsätze und Taktik in der Vegetationsbrandbekämpfung" vor den ca. 30 anwesenden Feuerwehrkameraden aus den Ortschaften Polle, Brevörde, Heinsen und Grave, um deren bereits vorhandenen Kenntnisse zum Vorgehen bei Wald- und Flächenbränden zu erweitern. Veranschaulicht wurde die Thematik und die Arbeit von @fire durch die Vorstellung einiger Handwerkzeuge, die Vorstellung von Fachlektüre und die Präsentation von Bildern aus dem "@fire-Alltag".

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@fire zu Gast beim HELI-DAY von Agrarflug-Helilift

HELI-DAY

Die Firma Agrarflug Helilift GmbH Co KG ist mit ca. 50 Hubschraubern eine der größten Helikopter-Firmen Europas. Neben Flügen für die Land- und Forstwirtschaft, Event- und Arbeitsflügen, Filmproduktionen und vielem mehr, liegt ein großes Betätigungsfeld auch in humanitären Einsätzen und in der Waldbrandbekämpfung. Das vierzigjährige Bestehen der Firma Agrarflug Helilift wurde an der Stammwerft in Ahlen mit dem HELI-DAY 2016 am Sonntag, den 05. Juni gefeiert. Tausende Besucher konnten den ganzen Tag mit fünf Hubschraubern Rundflüge erleben, Fallschirmspringer, Modellhubschrauber und Oldtimer bestaunen. Für die kleinen Besucher gab es viele Attraktionen, unter anderem eine Hüpfburg in Hubschrauberform.

Neben der DRF-Luftrettung, der Feuerwehr Ahlen war auch @fire mit einem großen Stand vertreten. 13 @fire Mitglieder aus ganz Deutschland stellten den zahlreich interessierten Besuchern die Arbeit unserer Hilfsorganisation vor, zeigten Werkzeuge, Löschrucksäcke, ein Tank-Pumpen-Modul (Slide on Unit) und ein Multifunktionstransporter der Firma Rosenbauer auf einem Mercedes Sprinter Fahrgestell (OSIRAS).

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@fire auf dem Aktionstag der NABK Celle

Aktionstag NABK

Seit 1931 werden in Celle Feuerwehrleute ausgebildet. Die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) erhält auf dem ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kasernengelände, in Celle-Scheuen ein allumfassendes Übungsgelände. Sogar ein Autobahnabschnitt mit Tunnel wird für Ausbildungen zur Verfügung stehen.

Bei gutem Wetter wurde am 30.04.2016 auf dem Gelände ein Aktionstag durchgeführt, an dem sich die interessierte Öffentlichkeit ein Bild vom Baufortschritt machen konnte. Eingerahmt wurde das Ganze von vielfältigen Präsentationen fast aller Organisationen und Behörden mit Blaulicht und deren direkt angegliederten Verbände, Interessensvertretungen/-gemeinschaften, bis hin zur Feuerwehrunfallkasse.

Über den ganzen Tag gab es viele verschiedene Vorführungen wie zum Beispiel Sprengübungen des THW, Abarbeitung eines LKW-Unfalls, Darstellung einer Höhenrettung, löschen eines echten Flächenbrandes nach Art von @fire mit Wasserrucksäcken und Handwerkszeugen. Sechs Mitglieder aller drei Nord-Teams führten diese durch und betreuten den gut besuchten Stand, an dem unter anderem das OSIRAS und eine Slide on Unit (Tank-Pumpen-Modul) gezeigt wurde. Im waldbrandgefährdeten Niedersachsen ist @fire durchaus bekannt, die Besucher zeigten ein vielfaches Interesse an unserer Arbeit und unseren Ausbildungen. Während dieser Veranstaltung entstand die Idee die Vegetationsbrandbekämpfung als festen Bestandteil in die Gruppenführungsausbildung mit einfließen zu lassen!

Unsere Mitglieder wurden sehr gut von der NABK durch Verena v. Behr betreut. Es war ein rundum gelungener Tag.