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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Kurs: Arbeiten in schwierigem Gelände

Vom 16. – 18.06.2014 startete für drei @fire-Angehörige ein Lehrgang der besonderen Art. Die Fahrt ging von Bern nach Blatten im Lötschental, wo der Abschlusslehrgang der Sondereinheit „terrain difficile“ stattfand.

Zu Beginn gab es einen Einstiegstest, um zu sehen auf welchem Level die Feuerwehrangehörigen sich befinden, danach wurden die einzelne Ausbildungsstandorte abgegangen und Einzelheiten dazu besprochen. Neben Themen wie "Absturzsicherungsset" und dessen korrekte Anwendung, gab es auch ausführliche Praxisabschnitte zu Verankerungen, Bohrhaken und Befestigungen. Interessant waren auch die Versuche zum Sturzfaktor. Gegen Nachmittag hielten die @fire-Mitglieder eine Ausbildungssequenz zum Thema Waldbrand. Hier wurde ausführlich auf die persönliche Schutzausrüstung, Einflussfaktoren wie Wetter und Topographie, LCES (Lookout, Communication, Escape Route, Safety Zone) und die unterschiedlichen Angriffsvarianten eingegangen. Nach einem kurzen theoretischen Teil legten die Teilnehmer mit Handwerkzeugen im Wald eine „Line“ an. Es wurde deutlich, dass ein Waldbrand nicht nur mit Wasserabwurf aus der Luft, sondern auch durch das Anlegen eines Wundstreifens bekämpft werden kann.

Am zweiten Tag ging es weiter mit der Stationsausbildung. Während eine Gruppe sich mit dem sicheren Vorstieg im Gelände mit Hilfe des Klettersteigsets befasste, wurde an anderer Stelle eine Rettung von einer Person auf der Drehleiter begonnen und das sichere Begehen von Steildächern mit der korrekten Sicherung beim Vorgehen geübt. Am Nachmittag wurde mit dem Hubschrauber der Air Zermatt an einem benachbarten Berg zuerst das richtige Ein- und Aussteigen im schwebenden Flug und anschließend die Verwendung der Longline trainiert.

Da für Mittwoch eine Ausbildung mit der Feuerwehr Wiler, und Gampel-Stag geplant war, schaute sich das Team von @fire nach dem Training am Helikopter die Übungsflächen an und besprach den Ablauf der Übung mit dem zuständigen Kommandanten.

Am dritten und letzen Tag wurde auf den Abseilpisten geübt. Hier wurden in jeder Gruppe die Themen „Hilfsmittel für den sicheren Aufstieg“, „Flaschenzug“ und das „Abbremsen von eigenen Kollegen“ erst theoretisch erklärt und vorgeführt und dann zusammen mit seinem Übungspartner am Steilhang angewandt. Nach dem letzten Ausbildungsabschnitt, bei dem die letzten Kraftreserven aufgebraucht wurden, konnten die gewonnenen Erfahrungen im Bereich der Arbeiten im schwierigen Gelände beim gemeinsamen Mittagessen ausgetauscht werden.