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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

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Breisach. Am Samstag, den 28.07. war @fire mit 4 Ausbildern in Breisach am Rhein tätig, um die örtlichen Führungskräfte zum Thema Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung (WVB) zu schulen. Den Anfang machte eine 2,5 stündiger Theorieteil, der den Teilnehmern die Grundlagen, Sicherheitsregeln und die einfache taktische Waldbrandprognose näherbrachte. Im Anschluss wurden den Teilnehmern in einem kalten praktischen Teil die folgenden Punkte vermittelt:

  • Aufgabe und Funktion der zweckmäßigen persönlichen Schutzausrüstung am Beispiel @fire
  • Unterschiedliche Handwerkzeuge und deren Einsatzspektrum
  • Zielgerichteter Einsatz von Wasserrucksäcken
  • Pump and Roll Verfahren bzw. Raupentechnik
  • Vorstellung unterschiedlicher Armaturen und Strahlrohre
  • Schlauchmanagement mit Schlauchrucksack und Tragekörben

In diesem Teil der Ausbildung fand ein offener Austausch und Dialog mit den Teilnehmern statt. Die Ausbilder von @fire berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Einsatzequipment und gaben den Teilnehmern somit viele Ideen und Impulse für mögliche Ergänzungen oder Optimierungen mit auf den Weg.

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Nach der Mittagspause ging es zum warmen Teil der praktischen Ausbildung über. Es stand ein abgeerntetes Stoppelfeld zur Verfügung. Hier wurde zunächst ein Wundstreifen mit Handwerkzeugen angelegt und der Bereich zwischen Wundstreifen und asphaltiertem Weg ausgebrannt, um die Schneise zu verbreitern. Anschließend konnten die Teilnehmer in mehreren Durchläufen das Erlernte in die Tat umsetzen. Das entfachte Feuer wurde vom Wind auf die vorher angelegte Schneise zu getrieben und ermöglichte den Teilnehmern ein sehr realistisches Übungsszenario. Der starke und wechselnde Wind an diesem Tag verdeutlichte den Teilnehmern dessen Einfluss auf das Feuerverhalten und bleibt somit besonders im Gedächtnis. Als Absicherungsmaßnahme der Übungsaktion waren zwei Wasserführende Fahrzeuge mit vor Ort. Von diesen wurde jeweils eine 60 m D-Leitung für ein schnelles Eingreifen bereitgestellt. Diese kamen lediglich für die Nachlöscharbeiten zum Einsatz.

Das Feedback der Kameraden aus Breisach war durchwegs positiv, was wir als @fire nur erwidern konnten. Dieser Ausbildungstag hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir wünschen der Feuerwehr Breisach für die Zukunft nur das Beste und eine sichere und gesunde Heimkehr von ihren Einsätzen.