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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

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Stockheim. Die Gemeinde Stockheim hat sich bereits im Vorfeld zu dieser Ausbildung ausführlich mit dem Thema der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung auseinander gesetzt und mit Unterstützung von @fire ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Hierzu wurde eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, die sich um die Beschaffung von entsprechendem Material und Gerätschaften gekümmert hat. Die am Mittwoch, den 11.07. und Samstag, den 14.07 durchgeführten Ausbildungen in Theorie und Praxis stellen hierbei also nur einen weiteren Baustein des Konzeptes dar.

Die gemeindeübergreifende Ausbildung wurde am Mittwochabend mit dem 2,5 stündigen Theorieteil eingeleitet. Hier wurden den Teilnehmern die wichtigsten Grundlagen, Sicherheitsregeln und die einfache taktische Waldbrandprognose vermittelt. Der Samstag stand voll und ganz im Zeichen der Praxis. Aufgeteilt in Stationen wurden die Teilnehmer in folgenden Fertigkeiten geschult:

  • Auswahl der richtigen Persönlichen Schutzausrüstung (PSA)
  • Richtiger Umgang und Einsatz von Handwerkzeug und Wasserrucksack
  • Pump-and-Roll-Verfahren
  • Aufbau eines Wasserbehälters aus Steckleiterteilen
  • Schlauchmanagement mit Schlauchrucksäcken und Tragekörben

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Highlight des Tages bildete die warme Abschlussübung mit Feuer, in der die Teilnehmer theoretisches und praktisches Wissen in die Tat umsetzen konnten. Im Fokus der Übung stand der effiziente und effektive Einsatz von Mensch und Material, oder „Wie kann ich mit wenig Mannschaft, Wasser und ein paar Handwerkzeugen einen maximalen Löscherfolg erzielen?“. Denn nicht nur das Klima, sondern auch die Altersstruktur wandelt sich und somit die Anzahl der ehrenamtlichen Helfer.

Durch die kombinierte Ausbildung von Theorie und Praxis konnten insgesamt 20 Kameradinnen und Kameraden der Gemeindewehren ausgebildet werden. Nun gilt es, das erworbene Wissen weiterzugeben und zu trainieren. Wir von @fire bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere gemeinsame Übungen.