at-fire

Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

WFF

Bensheim. Die Feuerwehr Bensheim hat auf Grund der sich ändernden Gefahrlage und Einsatzschwerpunkte gemeinsam mit @fire eine Ausbildung im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung durchgeführt. Im theoretischen Teil, dessen Schwerpunkt auf Einsatzgrundsätzen und Sicherheit lag, konnten die Bensheimer Kameraden sehr stark von den Einsatzerfahrungen unserer Mitglieder bei den Einsätzen im In- und Ausland profitieren.

Bei der praktischen Ausbildung wurde dann verstärkt darauf geachtet möglichst viel Erfahrung am Feuer mit unterschiedlichen Einsatzoptionen zu gewinnen. Nach einer kurzen praktischen Einweisung auf die Handwerkzeuge startete die Arbeit am Feuer. Zuerst wurde ein Testfeuer beobachtet, um die Einflüsse des Wetters zu beobachten und um ein Gefühl für die Hitzeentwicklung eines Flächenbrandes zu bekommen. Im weiteren Verlauf des praktischen Teils wurden dann neben dem klassischem Vorgehen mit Handwerkzeugen und Löschrucksack auch die sogennante Pump & Roll Technik, sprich die Wasserabgabe während langsamer Fahrt mittels Fahrzeugen geübt. Großes Augenmerk wurde auf das sichere Arbeiten, insbesondere den Angriff mit dem Wind gelegt, um die Rauchbelastung für die Kräfte möglichst gering zu halten.

Die fünf Mitglieder von at-fire die die Ausbildung durchführten waren von dem Engagement der Teilnehmer und der Führungsebene sehr angetan. Hier zeigt sich dass die Feuerwehren inzwischen realisiert haben, wie stark sich der Einfluss des sich ändernden Klimas auf das Einsatzgeschehen auswirkt und bereits die entsprechenden Maßnahmen, wie z.B. eine entsprechende Ausbildung, ergreifen.