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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

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Ludwigslust. Am 22.06.2019 fand das mittlerweile 10. und größte Fachsymposium zur Waldbrandbekämpfung für den deutschsprachigem Raum in Ludwigslust, Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Relevanz und Veränderung der Vegetationsbrandbedeutung zeigte sich nicht nur in der hohen Anzahl von mehr als 350 Teilnehmern und Ehrengästen.

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„Waldbrandschutz ist Klimaschutz“, so brachte es Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), bei der Eröffnung des Fachsymposiums auf den Punkt. Der DFV hatte neben dem Land Mecklenburg-Vorpommern, die diesjährige Schirmherrschaft übernommen. Für das Land sprach Landesbranddirektor Uwe Becker, unmittelbar nach dem Luwigsluster Bürgermeister Mach.

Jens Motsch nahm mit seinem einleitenden Vortrag „Der Einfluss von Wetter und Klima auf Vegetationsbrände“ sofort Bezug auf die Meteorologischen Entwicklungen bevor Uwe Becker eine strategische Betrachtung des Waldbrandschutzes und einen Überblick über die Aktivitäten auf Landesebene.

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Die Möglichkeit aus vergangenen Einsätzen und von anderen Feuerwehren zu lernen boten der „Einsatzbericht Treuenbrietzen 2018“ von Jens Heinze. Craig Hope aus Großbritannien gab die Möglichkeit über die deutschen Grenzen hinaus auf das „Feuermanagement & Besonderheiten in der Vegetationsbrandbekämpfung in South Wales“ zu blicken.

Abgerundet wurde die Vortragsserie mit einer Einschätzung von Jan Südmersen zum Thema Luftunterstützung und taktischen Ansätzen.

Die Pausen wurden von den Teilnehmern genutzt, um die begleitende Fachmesse mit 30 nationalen- und internationalen Ausstellern sowie 15 ausgestellten Großfahrzeugen zu besuchen. Der Praxisteil am Nachmittag startete mit kurzen Produktpräsentationen von ATG und Unimog. Darauf folgten Praxisworkshops zu Thema Führungstaktik, dem Einsatz von Handwerkszeugen im Waldbrandeinsatz und Pump & Roll Betrieb, dem Löschen bei fahrendem Löschfahrzeug, unter Einsatz von realem Feuer.

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Ausgerichtet wurde das Symposium ehrenamtlich vom @fire – Internationaler Katastrophenschutz e.V. Vor Ort unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Ludwigslust. „Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen ein voller Erfolg für das Thema Vegetationsbrandbekämpfung und somit auch für @fire, dessen Ziel seit Jahren die Verbesserung der Vegetationsbrandbekämpfung in Deutschland und Europa ist.“ so Nicolas Neumann, stellvertretend für das Organisationsteam.