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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Wallenhorst, 08.09.2019. Im Amazonasregenwald kommt es weiterhin zu ausgedehnten Vegetationsbränden. Nicht nur in Brasilien, sondern auch in den Nachbarländern lodern wesentlich mehr Brände als in anderen Jahren. Auch hier werden wertvolle, teils einzigartige Naturlandschaften ein Raub der Flammen.

Allein in Bolivien sind in diesem Jahr 3,9 Millionen Hektar Wald, Regenwald und landwirtschaftliche Flächen verbrannt. Insbesondere im Südosten des Landes brennt es noch immer, Erfolge bei der Brandbekämpfung sind nicht in Sicht. Es ist die größte Naturkatastrophe in der Geschichte Boliviens. Feuerwehr, Armee, Polizei und Freiwillige sind dauerhaft im Einsatz. Eine zum Löschflugzeug umgebaute Boeing 747-400 „SuperTanker“ unterstützt aus der Luft. Zudem forderte das Land internationale Hilfe an - auch aus Europa.

Waldbrandexperte Alan Sinclair (USA) ist derzeit im Auftrag der deutschen Hilfsorganisation @fire vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen sowie die kurz- und langfristigen Unterstützungsmöglichkeiten mit den Behörden zu besprechen und die Feuerwehr vor Ort zu beraten. Schon jetzt ist klar, dass es an geeigneten Geräten zur Waldbrandbekämpfung, insbesondere Handwerkzeugen, Schutzausrüstung, Zelten und Funkgeräten, fehlt.

Angefordert wurde die Unterstützung durch @fire von SAR Bolivia, dem Verband der freiwilligen Feuerwehren in der Region. @fire ist eine NGO, die sich der internationalen Katastrophenhilfe verpflichtet hat. Die Mitglieder kommen aus den kommunalen Feuerwehren Deutschlands und erhalten eine zusätzliche Ausbildung für den Auslandseinsatz und die Waldbrandbekämpfung.