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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

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Bautzen. „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Das haben wir uns bereits im August 2019 gedacht, als wir unser internes einwöchiges Firecamp im Landkreis Bautzen, Nähe des Truppenübungsplatzes Oberlausitz, durchgeführt haben. Es ist zwar schon etwas Zeit seitdem vergangen aber natürlich wollen wir euch die Geschehnisse nicht vorenthalten und informieren euch gerne darüber. Das Firecamp dient dem intensiven üben von realistischen Einsatz-Szenarien sowie die Unterstützung bei größeren Schadenslagen in der Region Bautzen, Görlitz und südliches Brandenburg.

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Start war Montag der 12.08.2019. Zunächst musste das Camp eingerichtet und die Einsatzbereitschaft hergestellt werden. Danach ging es zügig zur Auftacktveranstaltung und zum Kennenlernabend mit der Feuerwehrführung der Landkreise Bautzen und Görlitz, den Bundeswehr-Kommandeuren des Truppenübungsplatzes Oberlausitz, der Bundeswehrfeuerwehr, des Staatsforstes, sowie Vertretern der polnischen Feuerwehr und des polnischen Forstes. Ebenfalls wurden auch die Einsatzmöglichkeiten während des Aufenthaltes geklärt.

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Im weiteren Verlauf der Woche konnten wir auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz die Handhabung von kleinen TS-Pumpen, die Schlauchverlegung mittels Schlauchrucksack im Unwegsamen Gelände, das Pump & Roll Verfahren und die Orientierung in fremden Gelände üben. Ein Highlight der Woche war sicher die Geländefahrübung unter Aufsicht und Anweisung von 3 Bundeswehrangehörigen. Hierfür möchten wir uns ganz recht herzlich bedanken.

Außerdem wurde in der Woche des Firecamps eine Theorieschulung, mit praktischen Vorführungen in den Pausen, für ca. 100 Feuerwehrangehörige abgehalten. Am Freitag den 16.08.2019 wurde die Feuerwehr Cunewalde in Theorie und Praxis geschult. Hierfür stand ein abgeerntetes Getreidefeld zur Verfügung. Besonder imposant war der Rauch in der abendlichen Dämmerung zu beobachten.

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Schon fast auf unserem Heimweg und in etwas reduzierter Stärke, durften wir die Feuerwehr Ottendorf in der Sächsischen Schweiz besuchen und möchten uns an dieser Stelle für die tolle Gastfreundschaft und die sehr interessanten und beeindruckenden Impressionen recht herzlich bedanken.

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Auch für 2020 planen wir ein Firecamp in Deutschland. Denn eins haben die letzten Jahre gezeigt, die Einschläge kommen näher. Bis dorthin, stay safe.

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