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Suchen & Retten // USAR

Such- und Rettungseinsätze sind die erste Maßnahme der humanitären Hilfe nach Katastrophen, wie zum Beispiel Erdbeben. In kürzester Zeit nach Eintritt einer Katastrophe sind die Helfer von @fire unterwegs, um den Betroffenen vor Ort schnell zu helfen. Bei der Rettung Verschütteter ist jede gewonnene Minute wertvoll!

Der Schwerpunkt liegt hier besonders darin, Verschüttete in den Trümmern zu lokalisieren, sie zu retten und medizinisch zu versorgen. Hierzu hält @fire spezielle Ausrüstung bereit, die von Ortungsgerätschaften über Bergungsgeräte bis hin zu medizinischer Ausrüstung reicht. Unsere Helfer sind Spezialisten im Suchen und Retten von Verschütteten sowie der medizinischen Notversorgung. Unterstützt werden sie bei den Rettungsarbeiten durch speziell ausgebildete Suchhunde, welche mit ihrer feinen Nase wertvolle Hilfe leisten.

USAR = Urban Search and Rescue (englisch für "Suchen und Retten in bewohnten Gebieten")

@fire testet taktischen Einsatzroboter „Alpha Wolf R1“

Für die Erprobung in der Vegetationsbrandbekämpfung stellt Alpha Robotics der internationalen Hilfsorganisation @fire einen taktischen Einsatzroboter zur Verfügung. Mit dem Fokus auf die Brandbekämpfung in munitionsbelasteten Flächen im autarken offensiven und defensiven Einsatz soll der Alpha Wolf R1 umfangreich getestet und Konzepte entwickelt werden.

Vegetationsbrände auf munitionsverseuchtem Gelände stellen die Feuerwehren immer wieder vor Herausforderungen. Ein Zugang zu den Brandherden ist oftmals nicht möglich und die Einsatzkräfte müssen sich meist mit hohem Sicherheitsabstand auf den Aufbau von Riegelstellungen begrenzen.

Der größte Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern seit 1934 brach 2019 während der Hitzewelle in Europa 2019 auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen aus. Der Brand hatte eine Ausdehnung von 944 Hektar. Der Landkreis rief den Katastrophenfall aus. Zeitweise waren mehr als 3000 Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern im Einsatz. Mehrere angrenzende Dörfer mit insgesamt mehr als 700 Einwohnern wurden evakuiert. Die Bundeswehr stellte Räum- und Bergepanzer, um Schneisen zu schlagen und Feuerwehrleuten einen sicheren Zugang zu den munitionsverseuchten Flächen zu ermöglichen.

Neben Feuerlöschpanzern bieten Lösch- und Einsatzroboter, wie der Alpha Wolf R1, bei solchen Lagen eine Einsatzmöglichkeit für die Feuerwehr. Die Waldbrandexperten von @fire werden in den kommenden zwei Jahren den Einsatz des Roboters erproben und Konzepte entwickeln, wie dieser sinnvoll eingesetzt werden kann – auch im Verbundeinsatz mit Unmanned Aerial Vehicle (UAV), also Drohnen.

Der Alpha Wolf R1 wurde entwickelt, um Feuerwehren nachhaltigen Schutz bei risikoreichen Aufklärungs-, Sicherungs- und Löschaktivitäten zu gewähren. Voll ausgestattet verfügt er über vier statische Fahrtrichtungskameras, zwei zusätzliche dynamische Kameras für Normal- und Wärmebildübertragung, eine Turmkamera, Pressluftsystem zur Reinigung der Kameras, 12 LED-Scheinwerfer, Redundante Systemführung, bis zu 2.000 l/min bei 10 bar Wasser oder Wasser-Schaummittel-Gemisch. Die Wurfweite beträgt hierbei 65 Meter bei Wasser und 45 Meter bei Schaum. Zudem leistet er rund 3,5 Tonnen Zugkraft im Anhängerbetrieb und verfügt über eine Seilwinde mit einer Zugkraft von 1,7 Tonnen. Mit der ausfahrbaren Krallenstütze wird für die hierfür notwendige Traktion gesorgt. Zu den weiteren Features gehören eine Anhängerkupplung, ein Robotermanipulator mit Raman-Spektrometer zur Gefahrstoffdetektion und ein Hohlrahmen mit Ausbringdüsen zum Selbstschutz. Der taktische Einsatzroboter Alpha Wolf R1 wird vor allem an den Orten eingesetzt, die für menschliche Einsatzkräfte nur schwer oder unter Einsatz ihres Lebens erreichbar sind.