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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 20 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

12 Flughelfer in Baden-Württemberg erfolgreich ausgebildet

Am vergangenen Wochenende konnten im Rahmen der Initiative „Team Phönix“ zwölf neue Flughelfer im Südwesten Deutschland ausgebildet werden. Die Unterstützung von Bodenkräften aus der Luft kann bei der Vegetationsbrandbekämpfung eine sehr schnelle und effektive Brandbekämpfung ermöglichen. Ein effizienter und sicherer Hubschraubereinsatz erfordert dabei jedoch abgestimmte Einsatztaktiken von Luft- und Bodenkräften und eine enge Koordinierung. Die Flughelfer von @fire wurden speziell darin ausgebildet, lokale Einsatzkräfte bei diesen anspruchsvollen Aufgaben zu unterstützen und zu entlasten.

Die Einsatzkräfte können mit ihrer Ausbildung als Flughelferin bzw. -helfer am Landeplatz bei der Koordinierung der Maßnahmen und Lastentransport, als Operator an Bord von Hubschraubern, zum Betrieb von Löschwasseraußenlastbehältern oder als Taktische Abwurfkoordinatorinnen und -koordinatoren eingesetzt werden.

Während der Praxisausbildung in Neckargemünd und Nussloch (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) im Nachgang zur umfangreichen Theorieausbildung, konnten zusammen mit dem in Mannheim ansässigen Helikopterunternehmen Heliseven die Zusammenarbeit und Kommunikation der Boden- und Luftkräften, die Einsatzorganisation, Handhabung und Transport von Außenlasten, Löschbehälterbefüllung sowie koordinierter Wasserabwurf intensiv trainiert werden.

Zusammen mit der Heliseven Group und dem Medizinischen Katastrophenhilfswerk (MHW) hat @fire bereits im vergangenen Jahr die Initiative "Team Phönix" gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen Einsatzkräften und Hubschrauberbetreibern im Bereich "Luftarbeit bei Vegetationsbränden" zu verbessern und eine Standardisierung und Vereinheitlichung von Aus- und Fortbildungen sowie Einsatztaktiken in Deutschland zu erzielen.

Weitere Informationen zum Team Phönix und den Mitwirkungsmöglichkeiten finden sich unter www.team-phoenix.org