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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Heidebrennen im Harz: Saisonbeginn bei @fire

Detlef Maushake und ein holländischer Kollege entfachen ein kontrolliertes Feuer in der Heide mittels Driptorch. Quelle: Tripp

Die Saison für den aktiven Umweltschutz hat bei @fire am Samstag, den 22. März, begonnen. Trotz mäßiger Regenfälle an den vorangegangenen Tagen konnten sechs Einsatzkräfte unter der Leitung von Detlef Maushake kontrolliert Heideflächen brennen. Dabei wurde die Gelegenheit genutzt, auch neuere @fire-Mitglieder im Umgang mit der Flämmkanne zu schulen. Aufgrund des doch recht feuchten Bodens brannte es nicht so gut wie erhofft. Dennoch konnten die Flächen durch die Einsatzkräfte begangen und kennengelernt werden, um an weiteren Terminen die Maßnahmen gemäß Brennplan weiterzuführen.

Zu Gast waren zudem zwei Führungskräfte der Feuerwehr aus den Niederlanden. Die Kollegen haben sich über @fire, die Schulung der Mitglieder und die Einsatztaktiken der Crews sowie die Brennausbildung informiert. Als Highlight des Tages konnten die holländischen Feuerwehrleute erste Erfahrungen im Umgang mit der Driptorch sammeln.

Hintergrund:
Trockenes und abgestorbenes Heidekraut sowie Schlagabraum sollen im Auftrag des Forstamtes Clausthal im Innerstetal beseitigt werden, um die einzigartige Heideflora wieder zum Blühen zu erwecken und der Bodenerosion entgegenzuwirken. Aufgrund des steilen Terrains ist es nicht möglich, mit konventionellen Mitteln oder Maschinen die Landschaft zu rekultivieren. Durch das kontrollierte Abbrennen der toten Vegetation werden die Nährstoffe zudem direkt wieder dem Boden zugeführt und dienen als Dünger für die nächste Generation Heidekraut. Die Partnerschaft mit dem Forstamt besteht seit mehreren Jahren und hat sich bereits ausgezahlt: auf früheren Brennflächen blüht das Heidekraut bereits wieder. Somit ist der Erfolg der Brennmaßnahmen deutlich zu sehen.

Das @fire-Personal hält das Feuer mittels Wasserrucksäcken und Handwerkzeugen in Schach. Quelle: Sobotta

Holländische Feuerwehrleute informierten sich über die Arbeitsweise der @fire-Waldbrandeinheit sowie deren Ausrüstung. Quelle: ter Huurne