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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Helikoptertraining

Erfahrungsbericht Grundkurs Umgang mit Hubschrauber für Feuerwehren in Zermatt

Der Grundkurs Umgang mit Helikopter wird seit ein paar Jahren durch das Alpine Rescue Center der Air Zermatt angeboten. Organisator ist die FW Schwyz. Am 27. Und 28. Juni nahmen 10 Mitglieder vom Team 3-91 Schweiz sowie der Waldbrandfachberater Kanton Bern, Mitglieder Feuerwehr Bern BF und Nachtwache teil. Die Klassengrösse ist auf maximal 12 Teilnehmer beschränkt. Der Kurs ist kein Kurs für RSH Rettungsspezialisten Helikopter. Daher wird nur der Transport von Einsatzpersonal und Material ausgebildet.

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Waldbrände in Südeuropa: @fire hilft!

Ein 11-köpfiges Team bestehend aus ausgebildeten Waldbrandbekämpfern wurde von @fire auf Anfrage der Stadt Vila Real zur Unterstützung bei der momentan stark angespannten Waldbrandlage nach Portugal entsandt. Es konnte vor Ort bereits bei mehreren Vegetationsbränden helfen.

Grundlage der Anforderung ist ein, im Jahre 2011 geschlossener Unterstützungsvertrag zwischen der Stadt Vila und @fire, welcher die schnelle und unkomplizierte Hilfe der deutschen Hilfsorganisation in genau solchen Einsatzlage festlegt.

Das Team untersteht dem Leiter Katastrophenschutzes der Stadt Vila Real und wird im gesamten Norden Portugals eingesetzt. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerwehren und Forsteinheiten, wurden in den letzten Tagen mehrere Feuer im Distrikt Vila Real erfolgreich gelöscht. Die Ausbildung der deutschen Waldbrandbekämpfer ermöglicht eine reibungslose Einbindung in die örtlichen Einsatzstrukturen und sorgte untern anderem dafür, dass zwei Häuser vor den Flammen geschützt werden konnten.

Das Team wird am Montag den 20. August in Deutschland zurück erwartet.

Ausbildung kommunaler Feuerwehren in Hambühren

Bei der Planung einer Ausbildung kommunaler Feuerwehren in Hambühren Nahe Celle entstand ein Kontakt zur Bundesforst auf dem Truppenübungsplatz Scheuen. Dort liegen Heideflächen, die im Rahmen einer praktischen Ausbildung kontrolliert abgebrannt werden sollten.

Carsten Kranz, Ortsbrandmeister der OF Hambühren sowie Detlef Maushake und Louis Evert von der Hilfsorganisation @fire Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e.V. entwarfen einen Plan, um diese Situation gewinnbringend in Bezug auf das Sammeln von Erfahrungen für alle Beteiligten zu nutzen.

Zum theoretischen Teil der Ausbildung im Feuerwehrhaus Hambühren hatten sich neben der dortigen Ortsfeuerwehr und dem Waldbrandbeauftragten der Forst Christian Bröker auch die Nachbarfeuerwehr Wietze, die Ortsfeuerwehren Misburg (Hannover) und Braunschweig-Rühme sowie der Gemeindebrandmeister Hambühren Reiner Dralle eingefunden.

In einem Vortrag wurden von @fire die Gefahren und taktischen Ansätze zur Vegetationsbrandbekämpfung herausgestellt. Besonders wichtig war dabei, die Einbindung des Fachwissens der örtlichen Kräfte, die in den Sommermonaten häufiger mit Waldbränden zu tun haben.

Das Erlernte zum Thema „Taktische Waldbrandprognose“ wurde in zwei Sandkastenübungen mit Modellfahrzeugen vertieft, bevor es auf die Übungsfläche in Scheuen ging. Der Leiter der örtlichen Bundesforst Herr Reiner Scharte informierte die Teilnehmer vor der Aktion über den Nutzen des Brennens für die Heideflächen.

Die Ausbilder von @fire um Detlef Maushake nutzten dann das kontrollierte Brennen, um die Kameraden an die Hitze und das Feuerverhalten heranzuführen. Im weiteren Verkauf konnten Taktiken wie Pump-and-roll, d.h. die Wasserabgabe bei langsamer Fahrt in Kombination mit Feuerpatschen und Schaufeln ausreichend geübt werden. Auch Gerätschaften, die zur Standardausstattung von @fire gehören, wie z.B. spezielle Handwerkzeuge und Wasserrucksäcke wurden ausprobiert.